(Link zu den Fotos am Ende des Berichtes)
Zu
sehen gibt es wahrhaftig viel in Peking und meine 4 Tage waren
natürlich viel zu kurz, um Peking die Ehre zu erweisen,
die es verdient. Gewohnt haben wir im Hotel "Holiday Inn Lido".
Tiananmen-Platz
Wahrscheinlich
beginnt jeder Besucher von Peking seinen Aufenthalt mit einem
Spaziergang über den Tiananmen-Platz - der grösste
innerstädtische Platz der Welt. Der Platz wurde 1958/59
für die Massenaufmärsche zum zehnjährigen Staatsjubiläum
angelegt. 44 Hektar Fläche sind gross genug für
eine Million Menschen. Nach Maos Tod am 9. September 1976
erbaute man mitten auf dem Platz das Mao-Mausoleum (Bild).,
in dem Maos Leichnam mumifiziert und aufgebahrt ist. Den Norden
des Platzes schliesst als Uebergang zum Kaiserpalast das "Tor
des Himmlischen Friedens". Auf dem Platz befindet sich
ausserdem noch die "Grosse Halle des Volkes", das
"Denkmal der Vorkshelden" und das "Museum der
Chinesischen Geschichte und Rvolution".
Kaiserpalast
Gugong "Forbidden City"
Zu
Beginn des 15. Jahrhunderts liess der Yongle-Kaiser ein architektonisches
Meisterwerk schaffen, mit einemaussergewöhnlichen Sinn
für die Balance zwischen Gebäuden und offenen Flächen.
Der Palast bedeckt eine Fläche von 720'000 m2, erstreckt
sich von Nord nach Süd über 961 m, von Ost nach
West über 753 m. Umgeben ist er von einer hohen Mauer
und einem bis zu 52 m breiten Wassergraben. Im Palast lebten
14 Ming- und 10 Qing-Kaiser.
Lama
Temple
Pekings
grösster und prächtistes Tempelkloster, erst 1744/45
gegründet. Dem Kaiserpalast oder dem Himmelspalast hat
der "Palast der Harmonie" sogar eines voraus: Er
ist kein Muesum, sondern wird immer noch von Mönchen
bewohnt. Der Tempel war ein Projekt der Mandschu-Kaiser -
die gelb glasierten Dachziegel zeugen davon. Die Verbindung
von tibetisch-mongolischem Lamaismus und chinesischer Kultur
nimmt hier vielfache Gestalt an. Die Grundanlage ist chinesisch,
die Ausstattung gemischt, und die Inschrifttafeln sind viersprachig:
chinesisch, mongolisch, tibetisch und mandschurisch. Die grösste
Attraktion des Tempels erhebt sich in der letzten, dreistöckigen
Halle, der "Padoge des Unermesslichen Glücks":
eine insgesammt 26 m hohe (davon 8 m in der Erde), leicht
vornübergeneigte Kolossalstatue vermutlich des Maitreya,
angeblich aus einem einzigen Sandelholzbaumstamm gefertigt.
Confucian
Temple
Anders
als buddhistische oder daoistische Tempelklöster, in
denen Mönche oder Nonnen leben und sich das Volk zum
Beten und Opfern einfindet (wie z.B. im Lama Tempel), waren
die Konfuziustempel Stätten des Staatskultes. Hier opferten
die Beamten - in Peking gar der Kaiser persönlich!
Das Gelände ist mit uralten Lebensbaumzypressen bestanden.
Auf 198 Inschriftentafeln wurden alle 51624 Konfuzianer verewigt,
die seit dem 14. Jahrhundert die höchschte Staatsprüfung
bestanden haben - bis zu deren Abschaffung 1904.
Ein Besuch des Tempels lohnt sich auch wegen der Strasse an
der er steht. Es ist die einzige Strasse in Peking, über
die sich noch Ehrentore spannen.
Great
Wall
Die
heutige Chinesische Mauer wurde ab 1368 bis ins 15. Jahrhundert
hinein errichtet, um die Ming-Dynastie vor den zuvor aus China
vertriebenen Mongolen zu schützen. Ihre durchschnittliche
Höhe betrug 7,8 m, das Fundament war im Schnitt 6,5 m
breit und sie mass insgesamt 6350 km. Die aus Backstein oder
Naturstein gemauerten Wände sind 1,5 m dick, das Innere
wurde mit Schotter gefüllt. An exponierten Punkten stehen
Wachtürme. Neben ihrer Verteidigungsaufgaben hatte die
Grosse Mauer zu dieser Zeit vor allem auch eine wichtige Funktion
für die Nachrichtenübermittlung via Warnfeuer und
Geschützdonner. In der Qing-Zeit verlor die Mauer ihre
Bedeutung und verfiel, da sie mitten durch das riesige Reich
lief. Erst der Beginn des Tourismus verhalf ihr zu einer neuen
Funktion als Besuchermagnet und Einnahmequelle. 1957 wurde
ein erstes Teilstück bei Badaling restauriert. Mit wachsenden
Besucherströmen folgten weitere Restaurierungen bei Mutianyu,
Simatai, Jin Shanling, Shanhaiguan u.s.w.
Hongluo-Tempel
Nach unserem Besuch
auf der Grossen Mauer und einem etwas abenteuerlichen Essen
irgendwo auf dem Land, war unser letztes Ziel für diesen
Tag eben dieser Lama Tempel. Eine wirklich prächtige
Tempel-Anlage. Unter anderem gab es da auch den "Garten
der 100 Buddhas", "The Imperial Bamboo Forrest"
und die "Hall of Mahavira".
Shopping:
Wangfujing, Silk Market, Friendship Store, Night Market
Wer
nach Peking reist, dem empfehle ich einen grossen und vorallem
leeren Koffer mitzunehmen! Denn shoppen kann man hier unendlich
lange und wenn man sich traut zu handeln, auch noch unheimlich
billig! Ich selber bin 4 Cashmere-Pullis (à ca. CHF
20) und 2 Baumwoll-Pullis (ca. CHF 10) zurück gekommen.
Auch Tee ist ein Muss, wenn man von China kommt.
-
Die
Hauptgeschäftsstrasse in Peking heisst "Wangfujing".
Hier findet man wirklich alles, was das Herz begehrt. Hier
reihen sich moderne Kaufhäuser und Boutiquen.
-
Ein
Muss ist der Xiushuimarket - besser bekannt als "Silk
Market". Es wird hauptsächlich mit Kleidern gehandelt.
Hier sind die Preise etwas teurer als an anderen Märkten,
weil es viele Touristen hat.
-
Im
Friendship Store gleich neben dem "Silk Market"
findet man eine Riesenauswahl an Kunsthandwerken, gute Adresse
also für qualitativ hochwertige Souveniers.
-
Nur
was für starke Nerven ist der sogenannte "Night
Market" wo man kulinarische "Highlights" erleben
kann z.B. Skorpione am Spiess, Froschschenkeln und ähnlichem.
Hutongs
Pekings
Gassen sind grau, denn hier wohnen nie die reichen Leute.
Wie in China üblich, schloss man sich hinter hohen
Mauern ab, und die wurden schon deshalb grau, weil mit billigen
Braunhohlebriketts geheizt wurde und wird. Dennoch geht
es hier gemütlich zu. Die Alten gehen spazieren, führen
ihren Singvogel oder Enkel aus und halten in ihrem rauen,
kehligen Dialekt ein Schwätzchen. Die Baustruktur Pekings
ist von den typischen quadratischen Vier-Harmonien-Höfen
(Sihe Yuan) verschiedener Grösen geprägt. Die
sie verbindenden oder besser: vernetzenden Strassen werden
als "Hutong" bezeichnet. Sie bilden gewissermassen
die Durchgänge zwischen den Sihe Yuan. "Hutong"
ist von der Wurzel her ein mongolischer Begriff, der "Brunnen"
bedeutet. Früher war der Brunnen stets der wichtigeste
Punkt einer Siedlung, was besonders für die mongolischen
Nomaden galt, die das Trinkwasser auch für ihre wertvollen
Pferde benötigten. Ihr "Hudun", das sich
später zu "Hutong" entwickelte, bezeichnete
deshalb meist auch die Stadt oder ein Lager.Laut Statistik
gibt es in Peking noch über 6000 Hutongs. Manche von
ihnen blicken auf eine bald 700jährige Geschichte zurück.
Und hier geht's zu den
Fotos von Peking. |