Letzter Update: 26.12.2006
 

 

(Link zu den Fotos am Ende des Berichtes)

Zu sehen gibt es wahrhaftig viel in Peking und meine 4 Tage waren natürlich viel zu kurz, um Peking die Ehre zu erweisen, die es verdient. Gewohnt haben wir im Hotel "Holiday Inn Lido".

Tiananmen-Platz
Mao-MausoleumWahrscheinlich beginnt jeder Besucher von Peking seinen Aufenthalt mit einem Spaziergang über den Tiananmen-Platz - der grösste innerstädtische Platz der Welt. Der Platz wurde 1958/59 für die Massenaufmärsche zum zehnjährigen Staatsjubiläum angelegt. 44 Hektar Fläche sind gross genug für eine Million Menschen. Nach Maos Tod am 9. September 1976 erbaute man mitten auf dem Platz das Mao-Mausoleum (Bild)., in dem Maos Leichnam mumifiziert und aufgebahrt ist. Den Norden des Platzes schliesst als Uebergang zum Kaiserpalast das "Tor des Himmlischen Friedens". Auf dem Platz befindet sich ausserdem noch die "Grosse Halle des Volkes", das "Denkmal der Vorkshelden" und das "Museum der Chinesischen Geschichte und Rvolution".

Kaiserpalast Gugong "Forbidden City"
Forbidden CityZu Beginn des 15. Jahrhunderts liess der Yongle-Kaiser ein architektonisches Meisterwerk schaffen, mit einemaussergewöhnlichen Sinn für die Balance zwischen Gebäuden und offenen Flächen. Der Palast bedeckt eine Fläche von 720'000 m2, erstreckt sich von Nord nach Süd über 961 m, von Ost nach West über 753 m. Umgeben ist er von einer hohen Mauer und einem bis zu 52 m breiten Wassergraben. Im Palast lebten 14 Ming- und 10 Qing-Kaiser.

Lama Temple
Lama TemplePekings grösster und prächtistes Tempelkloster, erst 1744/45 gegründet. Dem Kaiserpalast oder dem Himmelspalast hat der "Palast der Harmonie" sogar eines voraus: Er ist kein Muesum, sondern wird immer noch von Mönchen bewohnt. Der Tempel war ein Projekt der Mandschu-Kaiser - die gelb glasierten Dachziegel zeugen davon. Die Verbindung von tibetisch-mongolischem Lamaismus und chinesischer Kultur nimmt hier vielfache Gestalt an. Die Grundanlage ist chinesisch, die Ausstattung gemischt, und die Inschrifttafeln sind viersprachig: chinesisch, mongolisch, tibetisch und mandschurisch. Die grösste Attraktion des Tempels erhebt sich in der letzten, dreistöckigen Halle, der "Padoge des Unermesslichen Glücks": eine insgesammt 26 m hohe (davon 8 m in der Erde), leicht vornübergeneigte Kolossalstatue vermutlich des Maitreya, angeblich aus einem einzigen Sandelholzbaumstamm gefertigt.

Confucian Temple
Confucian TempleAnders als buddhistische oder daoistische Tempelklöster, in denen Mönche oder Nonnen leben und sich das Volk zum Beten und Opfern einfindet (wie z.B. im Lama Tempel), waren die Konfuziustempel Stätten des Staatskultes. Hier opferten die Beamten - in Peking gar der Kaiser persönlich!
Das Gelände ist mit uralten Lebensbaumzypressen bestanden. Auf 198 Inschriftentafeln wurden alle 51624 Konfuzianer verewigt, die seit dem 14. Jahrhundert die höchschte Staatsprüfung bestanden haben - bis zu deren Abschaffung 1904.
Ein Besuch des Tempels lohnt sich auch wegen der Strasse an der er steht. Es ist die einzige Strasse in Peking, über die sich noch Ehrentore spannen.

Great Wall
Great WallDie heutige Chinesische Mauer wurde ab 1368 bis ins 15. Jahrhundert hinein errichtet, um die Ming-Dynastie vor den zuvor aus China vertriebenen Mongolen zu schützen. Ihre durchschnittliche Höhe betrug 7,8 m, das Fundament war im Schnitt 6,5 m breit und sie mass insgesamt 6350 km. Die aus Backstein oder Naturstein gemauerten Wände sind 1,5 m dick, das Innere wurde mit Schotter gefüllt. An exponierten Punkten stehen Wachtürme. Neben ihrer Verteidigungsaufgaben hatte die Grosse Mauer zu dieser Zeit vor allem auch eine wichtige Funktion für die Nachrichtenübermittlung via Warnfeuer und Geschützdonner. In der Qing-Zeit verlor die Mauer ihre Bedeutung und verfiel, da sie mitten durch das riesige Reich lief. Erst der Beginn des Tourismus verhalf ihr zu einer neuen Funktion als Besuchermagnet und Einnahmequelle. 1957 wurde ein erstes Teilstück bei Badaling restauriert. Mit wachsenden Besucherströmen folgten weitere Restaurierungen bei Mutianyu, Simatai, Jin Shanling, Shanhaiguan u.s.w.


Hongluo-Tempel

HongluoNach unserem Besuch auf der Grossen Mauer und einem etwas abenteuerlichen Essen irgendwo auf dem Land, war unser letztes Ziel für diesen Tag eben dieser Lama Tempel. Eine wirklich prächtige Tempel-Anlage. Unter anderem gab es da auch den "Garten der 100 Buddhas", "The Imperial Bamboo Forrest" und die "Hall of Mahavira".

Shopping: Wangfujing, Silk Market, Friendship Store, Night Market
Wer nach Peking reist, dem empfehle ich einen grossen und vorallem leeren Koffer mitzunehmen! Denn shoppen kann man hier unendlich lange und wenn man sich traut zu handeln, auch noch unheimlich billig! Ich selber bin 4 Cashmere-Pullis (à ca. CHF 20) und 2 Baumwoll-Pullis (ca. CHF 10) zurück gekommen. Auch Tee ist ein Muss, wenn man von China kommt.

  • Die Hauptgeschäftsstrasse in Peking heisst "Wangfujing". Hier findet man wirklich alles, was das Herz begehrt. Hier reihen sich moderne Kaufhäuser und Boutiquen.
  • Ein Muss ist der Xiushuimarket - besser bekannt als "Silk Market". Es wird hauptsächlich mit Kleidern gehandelt. Hier sind die Preise etwas teurer als an anderen Märkten, weil es viele Touristen hat.
  • Im Friendship Store gleich neben dem "Silk Market" findet man eine Riesenauswahl an Kunsthandwerken, gute Adresse also für qualitativ hochwertige Souveniers.
  • Nur was für starke Nerven ist der sogenannte "Night Market" wo man kulinarische "Highlights" erleben kann z.B. Skorpione am Spiess, Froschschenkeln und ähnlichem.

Hutongs
HutongsPekings Gassen sind grau, denn hier wohnen nie die reichen Leute. Wie in China üblich, schloss man sich hinter hohen Mauern ab, und die wurden schon deshalb grau, weil mit billigen Braunhohlebriketts geheizt wurde und wird. Dennoch geht es hier gemütlich zu. Die Alten gehen spazieren, führen ihren Singvogel oder Enkel aus und halten in ihrem rauen, kehligen Dialekt ein Schwätzchen. Die Baustruktur Pekings ist von den typischen quadratischen Vier-Harmonien-Höfen (Sihe Yuan) verschiedener Grösen geprägt. Die sie verbindenden oder besser: vernetzenden Strassen werden als "Hutong" bezeichnet. Sie bilden gewissermassen die Durchgänge zwischen den Sihe Yuan. "Hutong" ist von der Wurzel her ein mongolischer Begriff, der "Brunnen" bedeutet. Früher war der Brunnen stets der wichtigeste Punkt einer Siedlung, was besonders für die mongolischen Nomaden galt, die das Trinkwasser auch für ihre wertvollen Pferde benötigten. Ihr "Hudun", das sich später zu "Hutong" entwickelte, bezeichnete deshalb meist auch die Stadt oder ein Lager.Laut Statistik gibt es in Peking noch über 6000 Hutongs. Manche von ihnen blicken auf eine bald 700jährige Geschichte zurück.

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