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Ob es nun tatsächlich der Vollmond war, der einen Einfluss hatte oder nicht, werden wir wohl nie erfahren.
Jedenfalls wurde ich in der Nacht vom 31.05.2007 auf den 01.06.2007 um 02.00 Uhr wach, als mir die Fruchtblase gesprungen ist. Ich habe es zwar nicht gleich als "Blasensprung" empfunden, mehr als ein "sich nass fühlen".
Ich ging dann erst mal auf die Toilette und wieder zurück ins warme Bett. So richtig „wohl“ war mir da aber bereits nicht mehr und endlich (nach einer Woche übertragen!) hatte ich auch wieder so etwas wie Wehen. Ich habe dann erstmal versucht, den Zeitabstand der Wehen zu messen und tatsächlich, sie kamen schon regelmässig, alle 6 Minuten. Ich ging nochmals auf die Toilette und dieses Mal kam doch ein kleiner "richtiger Schwall" Fruchtwasser. Na gut, es geht los. Ich habe deinen Papa geweckt und habe weiterhin die Wehen beobachtet. Diese wurden auch schon ein wenig stärker und kamen regelmässig alle 4 Min. Sofort kam mir mein Frauenarzt in den Sinn, der mal gesagt hatte: „wenn’s dann los geht, schnell in den Spital gehen, denn das wird bestimmt eine schnelle Geburt. Wir wollen ja nicht, dass die Geburt noch im Taxi stattfindet . . . „.
Also rief ich dann um 03.00 Uhr im Spital an, um uns anzumelden und eine halbe Stunde später, um 03.30 Uhr waren wir dann dort. Zum Glück, muss ich sagen, denn die Wehen waren bereits sehr stark und ich konnte sie kaum mehr veramten. Wir wurden von der Hebamme empfangen und ins Gebärzimmer Nr. 3 (siehe Foto unten) geführt. Sogleich machte die Hebamme einen Vaginaluntersuch. Befund: Muttermund 4 cm offen. Na immerhin waren diese Schmerzen mit Wirkung!!!
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| Ich durfte gleich in die Wanne (siehe Foto unten), aber die Wehen waren schon so schlimm, dass ich es nicht wirklich "geniessen" konnte. Im Gegenteil, ich hatte noch nie im Leben solche Schmerzen. Aber die Hebamme war absolut top, einfach super und hat mich so weit wie möglich beruhigt und mich zum "richtig" atmen bewegt!! |
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Eine knappe halbe Stunde später, so gegen 04:00 Uhr dann war der Muttermund bereits 8 cm offen und ich hatte bereits Pressdrang. Und nur ein, zwei Wehen später durfte ich aktiv mitpressen. Das tat zwar immer noch brutal weh, aber trotzdem war es eine Befreiung gegenüber den Eröffnungswehen. Mit jeder Presswehe bist du, Maurin, der Erde ein Stück näher gekommen. Und wäre alles „normal“ verlaufen, dann hätte ich sogar "meine Traumgeburt" erleben dürfen, so wie ich sie mir immer gewünscht hatte: im Wasser und ohne PDA.
Leider hast du die letzte „Kurve“ nicht alleine geschafft, du bist irgendwo in meinem Becken „hängengeblieben“. Zudem wurden deine Herztöne schwächer und ich war wohl auch schon etwas müde und presste nicht mehr gleich gut wie am Anfang. So entschied mein Frauenarzt nachzuhelfen. Also musste ich raus aus der Wanne und aufs Bett *snifff*.
Dann ging alles ganz schnell! Die letzte Presswehe werde ich wohl mein ganzes Leben lang nie vergessen. Ich habe bestimmt noch niemals in meinem Leben so laut geschrien und so viel Schmerz erlebt. Ich gab aber nochmals alles, habe fest gepresst, mein Frauenarzt hat mit der Saugglocke gezogen und die Hebamme hat auf den Bauch gedrückt und dann endlich warst du da. Um 05.44 Uhr - also nur 2 Std. und 15 Min. nach Eintritt in das Spital - hast du, unser gesunder Goldschatz Maurin, es endlich auf die Welt geschafft. Du wurdest mir auch sofort auf die Brust gelegt, aber ich stand noch so unter Schock, dass ich diesen Moment noch gar nicht so bewusst erleben konnte und hier leider nicht niederschreiben kann. Papi durfte dann die Nabelschnur durchtrennen und hat dabei zugesehen, wie die Hebamme dich gewogen, vermessen, gewaschen und warm eingepackt hat.
Bei mir kam dann auch schon die Nachgeburt und danach wurde ich von meinem Frauenarzt genäht. Leider hatte der Dammschnitt (den ich zwar gespürt hatte, aber den ich nicht als schmerzhaft empfunden hatte) nicht gereicht und es hat trotzdem noch gerissen. Ich ging knapp an einem kompletten Dammriss vorbei. Aber mein Frauenarzt hat mich super vernäht und dann endlich durfte ich dich, Maurin, so richtig bewusst begrüssen. Du wurdest mir warm verpackt und mit Mütze endlich in die Arme gelegt (siehe die allerersten Fotos von dir, gemacht von Papi). |
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| Papi und ich blieben noch ein Weilchen mit dir im Gebärzimmer Nr. 3 und konnten die Augen nicht mehr von dir lassen. Ein kleines Wunder in unseren Armen. Wir haben dann noch im Gebärzimmer gefrühstückt und sind danach ins Wochenbett-Zimmer (siehe Foto unten) gewechselt. |
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Zum Schluss muss ich sagen: dass es schlussendlich tatsächlich eine Geburt ohne PDA wurde (wie ich es ja immer wollte), liegt nur daran, dass es viel zu schnell ging. Ich habe in der Wanne nach einer PDA verlangt (obwohl ich das nie für möglich gehalten hätte), aber bis die parat gewesen wäre, war es schon zu spät. |
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